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Sicherheitsbeauftragter: Aufgaben und Pflichten
Arbeitszufriedenheit

Sicherheitsbeauftragter:
Aufgaben und Pflichten

Sicherheitsbeauftragte fungieren als wichtiges Bindeglied zwischen Mitarbeitern, Vorgesetzten und den Fachkräften für betrieblichen Arbeitsschutz. Sie tragen wesentlich dazu bei, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld zu wahren und Gesundheitsgefahren und Arbeitsunfälle zu vermeiden. Aber müssen alle Unternehmen einen Sicherheitsbeauftragten bestellen? Und wer ist dafür geeignet? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Aufgaben und Pflichten Sicherheitsbeauftragter.

Was ist ein Sicherheitsbeauftragter?

Der Sicherheitsbeauftragte (SiBe) ist eine vom Unternehmen bestellte Person, die den Arbeitgeber bei der Durchführung verschiedenster Maßnahmen zur Vermeidung arbeitsbedingter Krankheiten und Unfälle unterstützt. Ein Sicherheitsbeauftragter ist aber nicht ausschließlich für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zuständig. Er ist eine im Unternehmen beschäftigte Person, die ihrer Arbeit im Grunde genommen genauso nachgeht wie ihre Kollegen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Bestellung Sicherheitsbeauftragter sind im Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) schriftlich fixiert.

Sicherheitsbeauftragter Aufgaben Und Pflichten 2

Der Sicherheitsbeauftragte unterstützt seinen Vorgesetzten bei der Ausführung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Wann ist ein SiBe Pflicht?

Dort heißt es, dass Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten einen Sicherheitsbeauftragten bestellen müssen. Auch bei kleineren Unternehmen kann es aber durchaus sinnvoll sein, auf die Hilfe eines SiBe zurückzugreifen, vor allem wenn eine erhöhte Gesundheitsgefahr besteht. Ein einziger Sicherheitsbeauftragter ist in Großunternehmen mit mehreren 100 Mitarbeitern jedoch nicht ausreichend.

Die Zahl der notwendigen Sicherheitsbeauftragten ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu macht die DGUV Vorschrift 1 konkrete Angaben. So ist grundsätzlich eine räumliche und zeitliche Nähe des SiBe zu den Beschäftigten erforderlich. Verfügt ein Unternehmen über mehrere Standorte, sollte an jedem ein Sicherheitsbeauftragter anwesend sein. Auch wenn in verschiedenen Schichten gearbeitet wird, sollte man darauf achten, dass in jeder Schicht ein SiBe tätig ist. Darüber hinaus kann ein Sicherheitsbeauftragter nur etwaige Gesundheits- und Sicherheitsrisiken erkennen, wenn er sich in dem jeweiligen Tätigkeitsbereich auskennt. Somit sollte auch eine fachliche Nähe für den Arbeitsbereich der Angestellten gegeben sein. Hilfe bei der Beurteilung der notwendigen Anzahl an Sicherheitsbeauftragten bekommen Unternehmen bei dem zuständigen Unfallversicherungsträger.

Welche Aufgaben hat ein Sicherheitsbeauftragter?

Sicherheitsbeauftragte unterstützen ihren Vorgesetzten auf ihrer jeweiligen Arbeitsebene bei der Einhaltung arbeits- und gesundheitsschutzrelevanter Vorgaben. Sie fungieren in sicherheitstechnischen Belangen als erster Ansprechpartner für ihre Kollegen und haben darauf zu achten, dass keine sicherheitstechnischen Mängel am Arbeitsplatz auftreten. Insbesondere müssen Sicherheitsbeauftragte dafür sorgen, dass alle notwendigen Schutzvorrichtungen vorhanden sind und jeder Mitarbeiter die vorgeschriebene Schutzausrüstung trägt. Sicherheitsbeauftragte können ihre Kollegen über den sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln informieren und neuen Mitarbeitern betriebsspezifische Sicherheitsvorkehrungen nahe bringen. Da eine enge Zusammenarbeit mit Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten gewünscht ist, sollten Sicherheitsbeauftragte sich regelmäßig mit diesen austauschen und an Betriebsbegehungen teilnehmen. Da ein SiBe seine Tätigkeit freiwillig und auf ehrenamtlicher Basis ausübt, muss sein Arbeitgeber ihm genügend Freiraum innerhalb der Arbeitszeit einräumen, damit er seinen Arbeitsschutzpflichten im angemessenen Rahmen nachkommen kann.

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Prinzipiell kann jeder Mitarbeiter im Betrieb SiBe werden. Spezielle Fachkenntnisse oder eine Ausbildung sind dafür nicht notwendig.

Wer kann SiBe werden?

Im Grunde genommen kann jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin im Betrieb Sicherheitsbeauftragter werden. Eine spezielle Ausbildung ist dafür nicht notwendig. Schon eine Schulung bei der Berufsgenossenschaft befähigt einen Angestellten für diese Aufgabe. Aus diesem Grund verfügt der SiBe aber auch juristisch gesehen über keinerlei Verantwortung und keine Weisungsbefugnis. Kommt es zu einem Unfall im Betrieb, darf der SiBe nicht dafür anbelangt werden. Er nimmt lediglich eine unterstützende und beratende Rolle im Unternehmen ein.

Nichtsdestotrotz sollte Arbeitgebern daran gelegen sein, die Position des SiBe nur mit ausreichend befähigten Mitarbeitern zu besetzen. Eine Person, die Ansehen im Betrieb genießt und der die Kollegen vertrauen, ist dafür ideal geeignet. Wenn sich die Person bereits positiv im Bereich der Arbeitssicherheit hervorgetan hat, spricht das natürlich für sie. Sicherheitsbeauftragte sollten regelmäßig mit Informationen von den Fachkräften für betrieblichen Arbeitsschutz versorgt werden und an freiwilligen Weiterbildungen der Unfallversicherungsträger teilnehmen. Dabei erwerben sie wertvolle Kenntnisse, die ihnen beim Ausüben ihrer Tätigkeit behilflich sind. Da der SiBe nach dem Vier-Augen-Prinzip agiert und den Arbeitgeber in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz unterstützt, ist es nicht sinnvoll, Führungskräfte mit dieser Aufgabe zu betrauen.

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