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Das Verbandbuch und die neue DSGVO
Arbeitsschutz

Das Verbandbuch und die neue DSGVO

Schon am 24. Mai 2016 ist die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Seit dem 25. Mai 2018 ist sie nun verbindlich in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten gültig. Die DSGVO zielt darauf ab, personenbezogene Datenschutzregeln innerhalb der EU zu regulieren, was vor allem die Rechte der Nutzer stärken soll. Unternehmen müssen nun zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten einiges beachten. Das betrifft nicht zuletzt auch den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Ein besonders heikles Thema stellt in diesem Zusammenhang das Verbandbuch dar. Dieses dient dazu, Arbeitsunfälle und erbrachte Erste-Hilfe-Leistungen ordnungsgemäß zu dokumentieren. Was es dabei aus Datenschutzsicht zu beachten gilt, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengetragen.

Das Verbandbuch und die neue DSGVO

Das Verbandbuch dient dazu, Arbeitsunfälle und Erste-Hilfe-Leistungen ordnungsgemäß und lückenlos zu dokumentieren.

Dokumentation von Arbeitsunfällen im Verbandbuch

Nach BGV A1 müssen Unternehmen jeden noch so kleinen Arbeitsunfall dokumentieren. Das ist schon bei einer leichten Schnittverletzung, deren Behandlung mit dem Aufkleben eines Pflasters abgeschlossen und die nicht meldepflichtig ist, der Fall. Auch die erbrachten Erste-Hilfe-Leistungen sind schriftlich festzuhalten. Viele Betriebe greifen hierfür auf ein Verbandbuch zurück, in dem Zeit, Ort und Hergang sowie Art und Umfang der Verletzung übersichtlich notiert werden. Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen und Informationen zur ärztlichen Erstversorgung finden hier ihren Platz. Natürlich dürfen auch die Namen des bzw. der Verletzten, der Unfallzeugen und der Helfer nicht fehlen. Die Aufbewahrungspflicht für die im Verbandbuch festgehaltenen Aufzeichnungen beläuft sich auf mindestens fünf Jahre nach dem letzten Eintrag.

Das penible Führen eines Verbandbuches bietet für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlreiche Vorteile. So dient die Aufzeichnung als wichtige Grundlage bei der Ermittlung von Erkrankungsrisiken und Unfallgefahren im Betrieb. Dies hilft dabei, zukünftig bereits präventiv Schutzmaßnahmen zu entwickeln, die die Entstehung folgenschwerer Unfälle weitgehend eindämmen. Auch krankheitsbedingte Fehlzeiten, die beispielsweise für die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen benötigt werden, sind im Verbandsbuch festgehalten stets griffbereit. Aus einem Arbeitsunfall können aber auch für den geschädigten Arbeitnehmer Leistungsansprüche gegenüber der Berufsgenossenschaft entstehen. Die Dokumentation des Unfallgeschehens sowie der Erste-Hilfe-Leistungen ist deshalb wichtig, da sie als Nachweis für die Anerkennung eines Arbeitsunfalls dienen. Nur so kann der Betroffene nachweisen, dass seine Verletzung bzw. Erkrankung bei einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist.

Das Verbandbuch und die neue DSGVO

Der Schutz personenbezogener Daten ist mit der DSGVO ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Auch der Arbeits- und Gesundheitsschutzsektor ist von den Neuerungen betroffen.

Was sich mit der DSGVO ändert

Die im Verbandsbuch festgehaltenen Einträge beinhalten vertrauliche personenbezogene Daten. Nicht selten findet man das kleine grüne Büchlein aber dennoch für jeden frei zugänglich im Verbandskasten, so dass es nicht selten mal als Pausenlektüre zweckentfremdet wird. Nicht erst mit Inkrafttreten der DSGVO müssen personenbezogene Daten, insbesondere Gesundheitsdaten, vertraulich behandelt und gegen den Zugriff Unbefugter gesichert werden. Neu ist allerdings, dass die Einhaltung der Regelungen fortan viel strenger kontrolliert wird. Außerdem fallen Bußgelder deutlich höher aus. Bis zu 20 Millionen Euro bzw. bis zu vier Prozent vom Jahresumsatz müssen Unternehmen zahlen, wenn sie gültige Datenschutzgesetze ignorieren. Eine zentrale Neuerung besteht zudem darin, dass Betroffene der Erhebung und Nutzung persönlicher Daten explizit zustimmen müssen.

Nichtdestotrotz muss wegen der DSGVO niemand in Panik ausbrechen und eine völlig neue Herangehensweise ausarbeiten. Wer weiterhin mit dem klassischen Verbandsbuch arbeiten will, sollte dieses unbedingt verschlossen in einem Schrank lagern und dafür sorgen, dass nur zwingend berechtigte Personen Zugriff darauf haben. Das kann beispielsweise der Ersthelfer bzw. die Ersthelferin sein. In einer kurzen Unterweisung zur neuen DSGVO kann man Mitarbeiter darauf hinweisen, dass jeder, der einen Eintrag im Verbandbuch vornehmen möchte, mit diesem automatisch in die Verarbeitung seiner Daten einwilligt. Alternativ kann man auch Unfall-Formulare verwenden, die der betroffene Mitarbeiter ausgefüllt und in einem verschlossenen Briefumschlag bei der zuständigen Stelle (Ersthelfer, Personalabteilung oder Chef) abgibt.

Sicherer Datenschutz mit RISK-Project

Besonders sicher und unkompliziert gelingt die Erfassung und Dokumentation von Arbeitsunfällen über eine spezielle Software. Alle Daten werden übersichtlich gespeichert und können so jederzeit problemlos bearbeitet werden. RISK-Project ist eine solche Arbeitsschutzsoftware. Diese besticht durch eine einfache, intuitive Bedienung, die alle Bereiche aus Arbeits- und Gesundheitsschutz abdeckt. Nutzen Sie RISK-Project, um in Sachen DSGVO auf Nummer  Sicher zu gehen. Natürlich entspricht unsere Arbeitsschutzsoftware den aktuellen gesetzlichen Vorschriften, so dass Sie alle Dokumente sicher online speichern können. In Ihrem Betrieb hat sich ein Arbeitsunfall ereignet? Nutzen Sie RISK-Project, um eine neue Unterweisung anzuordnen und automatisch nachweisen zu können, dass sie dem Arbeitsunfall mit entsprechenden Maßnahmen entgegengewirkt haben. Sie haben noch Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch, per Mail oder persönlich. Wir freuen uns auf Sie!

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