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Arbeiten im Stehen – das neue Allheilmittel?
Arbeitsschutz

Arbeiten im Stehen – das neue Allheilmittel?

Wer auf der Arbeit viel sitzt, klagt häufig über Verspannungen, Rücken- oder Kopfschmerzen. Dass das auf Dauer nicht gesund sein kann, ist einleuchtend. Eine Lösung ist schnell gefunden: Wenn sitzen nicht gesund ist, so muss man eben stehen. Verschiedene Studien belegen inzwischen, dass Arbeiten im Stehen nicht nur Verspannungen und Rückenschmerzen vorbeugt, sondern auch unsere Konzentrationsfähigkeit steigern kann. Und wenn man einer der neusten Studien aus den USA glaubt, nehmen wir im Stehen sogar ganz unbemerkt ab. Klasse! Oder? Leider ist das Thema nicht so unstrittig, wie es aktuell gern dargestellt wird. Gegenstudien belegen sogar eine Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen in der stehenden Belegschaft. Um eine langfristig gesunde Lösung zu finden, lohnt die Suche nach dem goldenen Mittelweg. Wie Sie diesen finden, lesen Sie hier!

Vorteile

Im Stehen zu arbeiten kann durchaus Vorteile haben. So wird die Durchblutung im Stehen stärker gefördert als im Sitzen. Das regt den Kreislauf an und kann unter Umständen sogar die Laune beim Arbeiten verbessern. Beim geraden Stehen, ist der Oberkörper außerdem aufrecht und gestreckt, sodass man tiefer Luft holen und mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Während im Sitzen bestimmte Muskelgruppen unterfordert sind, kann Arbeiten im Stehen sogar zum Muskelaufbau führen. Die Stimme klingt im Stehen aktiver, dynamischer, stärker und letztlich gibt es sogar die Vermutung, dass man im Stehen insgesamt energiegeladener ist und Aufgaben dadurch schneller und effizienter erledigt. Wer steht, ist zu mehr Bewegung bereit, geht eher zum Kollegen, anstatt per Mail zu kommunizieren und ist insgesamt verleitet den größeren Bewegungsfreiraum auch auszunutzen.

Nachteile

Die Vorteile klingen erst mal wunderbar und man fragt sich, warum nicht gleich alle Stühle aus den Büros werfen und ab jetzt nur noch stehen? Leider ist es nicht ganz so einfach. Es gibt sogar Studien, die die Vermutung nahelegen, dass Arbeiten im Stehen noch schädlicher ist, als im Sitzen. Ein kanadisches Forscherteam hat 2017 eine Studie veröffentlicht, in der ein Zusammenhang zwischen der Arbeit im Stehen und einer Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen dargestellt wird. Woher dieser Zusammenhang kommt, ist noch unklar. Es könnte sein, dass der erhöhte Venendruck in den Beinen schuld daran ist. Vielleicht ist es aber auch dem Umstand geschuldet, dass die Arbeitgeber von den stehenden Arbeitnehmern mehr Leistung erwartet haben, sodass psychischer Stress die Ursache für die Herzerkrankungen war.

Der goldene Mittelweg

Hauptargument der Befürworter des Arbeitens im Stehen: Der Mensch ist nicht dafür gemacht, den ganzen Tag nur zu sitzen. Das stimmt. Aber der Mensch ist auch nicht dafür gemacht, den ganzen Tag zu stehen. Vielmehr braucht es einen Mittelweg, eine gesunde Mischung aus Stehen, Sitzen und vor allen Dingen Bewegen. Ideal wären wahrscheinlich höhenverstellbare Tische, an denen man sowohl stehen als auch sitzen kann. Diese Vorrichtung kombiniert mit regelmäßigen Bewegungssequenzen im Arbeitsablauf, könnte eine Beeinträchtigung der Gesundheit am Arbeitsplatz am ehesten verringern.

Wenn Sie als Arbeitgeber keine Möglichkeit haben eine solche ergonomische Einrichtung zu installieren, sollten Sie sich dennoch mit einem möglichst idealen Arbeitsumfeld für Ihre Mitarbeiter auseinandersetzen. Geben Sie den Arbeitnehmern Übungen an die Hand, die in kurzen Pausen vom Sitzen durchgeführt werden können und regen sie auch zu bewusster Bewegung außerhalb des Arbeitsplatzes an. Bei der richtigen, zielführenden Schulung Ihrer Mitarbeiter kann RISK-Project helfen. Online-Unterweisungen und regelmäßige Erinnerungen können kinderleicht über die Software durchgeführt werden. So lässt sich ein Grundsatz, der in der Praxis der Unternehmensführung häufig in Vergessenheit gerät, einfach umsetzen: Investieren Sie in Ihre Arbeitnehmer. So lässt sich auf lange Sicht nicht nur das Arbeitsklima verbessern, sondern auch die Produktivität steigern und langfristig bares Geld sparen.

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