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Feuerlöscher am Arbeitsplatz: Das sollten Arbeitgeber wissen
Arbeitsschutz

Feuerlöscher am Arbeitsplatz: Das sollten Arbeitgeber wissen

Zu einem Brand kommt es am Arbeitsplatz glücklicherweise nur sehr selten. Sollte der unwahrscheinliche Fall aber doch einmal eintreten, profitieren alle Beteiligten von einem überlegten Brandschutzmanagement. Aus diesem Grund sollte der Brandschutz im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz keinesfalls zu kurz kommen. Zentraler Bestandteil dessen ist die Ausstattung der Arbeitsstätte mit geeigneten Feuerlöschern. Doch wie viele Feuerlöscher sollten am Arbeitsplatz eigentlich vorhanden sein? Braucht man in Betrieben mit geringer Brandgefährdung überhaupt einen Feuerlöscher? Und falls doch – wo sollte man diese platzieren? Wir verraten, was jeder Arbeitgeber wissen sollte.

Arbeitsstätten werden zur Ermittlung der Brandgefährdung in drei unterschiedliche Klassen eingeteilt: geringe, mittlere und große Brandgefährdung. Diese Information ist unerlässlich, um die Anzahl der erforderlichen Feuerlöscher festzulegen.

Arbeitsstätten werden zur Ermittlung der Brandgefährdung in drei unterschiedliche Klassen eingeteilt: geringe, mittlere und große Brandgefährdung. Diese Information ist unerlässlich, um die Anzahl der erforderlichen Feuerlöscher festzulegen.

Einteilung in Brandgefährdungsklassen

Bei der Wahl der geeigneten Art und Anzahl an Feuerlöschern geht es zunächst darum, die konkrete Brandgefährdung im jeweiligen Betrieb zu ermitteln. Dies erfolgt im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung, bei der Ihnen RISK-Project behilflich sein kann. Die Software bietet Ihnen alle Werkzeuge, die Sie bei der Erstellung benötigen, und ermöglicht Ihnen eine sachgemäße Durchführung ohne den Arbeitsschutz aus der Hand geben zu müssen. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung wird sich für Ihren Betrieb eine geringe, mittlere oder große Brandgefährdung ergeben.

Von einer geringen Brandgefährdung geht man aus, wenn sich in Ihrem Betrieb nur Stoffe mit einer geringen Entzündbarkeit finden und die örtlichen Gegebenheiten kaum Möglichkeit für eine Brandentstehung bieten. Auch die Brandausbreitung ist in diesem Fall als gering einzustufen. Das ist beispielsweise in Arztpraxen, Bürobereichen ohne Aktenlagerung und Lagern mit nichtbrennbaren Stoffen der Fall. Befinden sich in Ihrem Betrieb Stoffe mit hoher Entzündbarkeit bei geringer Brandausbreitung ist von einer mittleren Brandgefährdung die Rede. Küchen, Archive, Elektrowerkstätten und Baustellen ohne Feuerarbeiten fallen in diese Kategorie. In die höchste Brandgefährdungsklasse muss Ihr Betrieb eingestuft werden, wenn Sie mit Stoffen arbeiten, die eine hohe Entzündbarkeit aufweisen, und die Möglichkeiten für Brandentstehung und –ausbreitung groß sind. Das betrifft unter anderem Kinos und Diskotheken, Tischlereien, Schreinereien und Kfz-Werkstätten.

Ermittlung der benötigten Anzahl an Feuerlöschern

Aus der jeweiligen Brandgefährdung und der Größe des Betriebs lässt sich die Zahl der notwendigen Löschmitteleinheiten (LE) berechnen. Bei kleinen Unternehmen mit einer Grundfläche von maximal 50 m² sind bei geringer Brandgefährdung 6 LE, bei mittlerer Gefährdung 12 LE und bei hoher Gefährdung 18 LE erforderlich. Bei großen Betrieben mit 1.000 m² Grundfläche mit einer hohen Brandgefährdung sind sogar 108 LE vonnöten. Den genauen Bedarf in Ihrem Betrieb können Sie aus den entsprechenden Tabellen, die Sie u.a. im Internet finden, ermitteln.

Löscheinheiten sind jedoch nicht mit der tatsächlichen Anzahl der Feuerlöscher gleichzusetzen. Die Löschmitteleinheiten lassen sich in Relation zu der Löschleistung ermitteln. Letztere wird durch eine Zahlen-Buchstabenkombination angegeben, wobei die Zahl die Größe des abgelöschten Normbrandes darstellt und der Buchstabe die jeweilige Brandklasse. Die Brandklassen, die von Klasse A bis F reichen, beziehen sich auf das brennbare Material, wobei man im Wesentlichen zwischen festen Stoffen, flüssigen Stoffen, Gasen und Speisefetten unterscheidet. Weist ein Feuerlöscher nun beispielsweise die Löschleistung 21A und 113B auf, besitzt dieser 6 LE. Sind an einem Arbeitsplatz insgesamt 60 LE erforderlich, müssen zehn Feuerlöscher bereitgestellt werden.

Feuerlöscher sollten gut sichtbar und für alle erreichbar angebracht werden. Ist dies nicht möglich, müssen Hinweisschilder den Standort des Feuerlöschers anzeigen.

Feuerlöscher sollten gut sichtbar und für alle erreichbar angebracht werden. Ist dies nicht möglich, müssen Hinweisschilder den Standort des Feuerlöschers anzeigen.

Feuerlöscher im Betrieb

Feuerlöscher können jedoch nicht nach Belieben im Betrieb platziert werden. Positionieren Sie diese so, dass sie für jeden gut sichtbar sind, vorzugsweise auf Fluchtwegen oder in der Nähe von Ausgängen und Treppenhäusern. Ist dies nicht möglich, müssen Sie mit entsprechenden Hinweisschildern auf den Standort des Feuerlöschers aufmerksam machen. Befindet sich Ihr Unternehmen in einem mehrgeschossigen Gebäude, muss in jedem Stockwerk mindestens ein Gerät vorhanden sein. Die Entfernung zum nächstgelegenen Feuerlöscher sollte dabei nie mehr als 20m betragen. Sorgen Sie dafür, dass alle Feuerlöscher leicht erreichbar sind und auch von kleineren Personen problemlos aus der Halterung entnommen werden können. Eine Griffhöhe von 0,8m bis 1,2m bei einem Eigengewicht von maximal 6 bis 9kg bietet sich hier an. Um die volle Funktionstüchtigkeit der Feuerlöscher zu gewährleisten, ist es unerlässlich, diese alle zwei Jahre von einem Sachkündigen prüfen zu lassen. Bei einer hohen Brandgefährdung kann ein kürzeres Prüfintervall sinnvoll sein.

Unterweisen Sie Ihre Mitarbeiter im Brandschutz

Doch selbst der beste Feuerlöscher kann seinen Zweck nicht erfüllen, wenn die Beteiligten nicht mit ihm umzugehen wissen. Aus diesem Grund sind Arbeitgeber sogar gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen über das richtige Verhalten im Brandfall zu unterweisen. Dazu zählt auch die Brandbekämpfung, bei der es unter anderem darum geht, die Teilnehmer mit der richtigen Handhabung von Feuerlöschern vertraut zu machen. Auch hier bietet Ihnen RISK-Project wertvolle Unterstützung. Mit Hilfe der Software können Sie Unterweisungen ganz einfach verwalten. Verknüpfen Sie diese mit der Gefährdungsbeurteilung, um immer den Überblick darüber zu behalten, zu welchem Zeitpunkt eine neue Unterweisung ansteht. Dabei können Sie stets sicher sein, dass die Dokumentation garantiert rechtssicher und zu 100% datenschutzkonform erfolgt. Wir konnten Ihr Interesse wecken? Dann kontaktieren Sie uns am besten noch heute! Wir richten Ihnen gerne einen kostenlosen Testzugang ein.

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