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Arbeitsbelastungen durch Pendeln
Gesundheitsschutz

Arbeitsbelastungen durch Pendeln

Noch immer nehmen viele Deutsche für ihre Arbeit weite Wege in Kauf. Dass sich das auf Dauer negativ auf Gesundheit und Zufriedenheit auswirkt, ist naheliegend. Wie Arbeitgeber die zusätzliche Belastung durch Pendeln für ihre Mitarbeitenden möglichst weit einschränken können, zeigen wir in unserem Blog.

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Die Zahl der Pendler steigt wieder

Entgegen der Annahme, dass die Zahl der Berufspendler und -pendlerinnen in Folge der Coronakrise zurückgegangen sei, steigt die Zahl der Pendler Angaben der Rheinischen Post zufolge weiter an. Rund 3,5 Millionen Arbeitnehmende arbeiteten im Jahr 2021 nicht in dem Bundesland, in dem sie lebten. Das waren – trotz Corona-Pandemie und zunehmendem Home-Office – 150.000 Erwerbstätige mehr als im Jahr zuvor. Damit wuchs die Zahl der Berufspendler im Jahr 2021 abermals um 4,5 Prozent an.

Die IG BAU sieht einen maßgeblichen Grund für diese Entwicklung in den weiter steigenden Miet- und Hauspreisen, vor allem in den Ballungsräumen, die Erwerbstätige dazu drängen würde, weiter außerhalb aufs Land zu ziehen. Hinzu kommt, dass längst nicht jeder Beruf mit dem Home-Office vereinbar sei.

Gesundheitliche Belastung durch Pendeln

Dass das Pendeln auf Dauer zu erheblichen Belastungen führt, leuchtet ein. So klagen Pendlerinnen und Pendler vermehrt über Kopf-, Rücken- und Magenschmerzen. Sie leiden häufiger unter Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlafstörungen und neigen wegen mangelnder Bewegung zu Übergewicht. Aber auch für die allgemeine Zufriedenheit stellt Pendeln eine Belastung dar.

So verwundert es wenig, dass auch die Burnout-Rate unter Berufspendlern deutlich höher ausfällt als bei Erwerbstätigen mit einem kurzen Arbeitsweg. Dabei ist erwiesen, dass schon ein Arbeitsweg von 45 Minuten je Strecke gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann. Hier sind Autofahrer – und das sind immerhin fast zwei Drittel aller Berufspendler – dem größten Stress ausgesetzt, da ihnen nach einem langen Arbeitstag noch einmal volle Konzentration bei der Autofahrt abverlangt wird. Hinzu kommt, dass sich aufgrund von Staus und Parkplatzsuche oft nur schwer einschätzen lässt, wie lange die Fahrt zum Arbeitsort tatsächlich dauert.

Bahnfahrer sind dafür anderen Stressfaktoren ausgesetzt. So haben Studien ergeben, dass schon geringe Zugverspätungen die Pendler unter enorme Anspannung versetzen. Die Gefahr von Rücken- und Gelenkschmerzen ist hier noch größer, da Bahnfahrer zur Rush Hour oft nicht einmal einen Sitzplatz ergattern und lange Zeit im Stehen verbringen müssen. Da man mit vielen Menschen auf engem Raum in Kontakt kommt, besteht hier zudem eine erhöhte Infektionsgefahr.

Belastung durch Pendeln

Schon geringe Zugverspätung können für Pendlerinnen und Pendler zur Belastung werden.

Was Arbeitgeber gegen Belastung durch Pendeln tun können

All diese Faktoren wirken sich negativ auf Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden aus. Es ist die Aufgabe des Arbeitgebers, den Angestellten im Rahmen eines guten betrieblichen Gesundheitsmanagements Möglichkeiten aufzuzeigen, um besser mit der zusätzlichen Belastung umzugehen, denn gänzlich vermeiden lässt sich das Pendeln oft nicht.

Sinnvoll sind beispielsweise flexible Arbeitszeiten, die es Autofahrerinnen und Autofahrern ermöglichen, den Berufsverkehr zu umgehen und Mitarbeitenden, die mit der Bahn anreisen, den nahenden Herzinfarkt erspart, wenn mal wieder ein Zug ausfällt. Außerdem könnte man darüber nachdenken, kostenfreie Parkplätze auf dem Betriebsgelände anzubieten, damit Autofahrer keine zusätzliche Zeit auf die lästige Parkplatzsuche verschwenden müssen. Stellt man Bahnfahrern Laptop und Smartphone zur Verfügung, profitieren beide Seiten davon, da Mitarbeitende so schon auf ihrem Arbeitsweg mit der Arbeit loslegen können. Eine weitere Alternative wären ein oder mehrere feste Home-Office-Tage pro Woche, der dem Angestellten eine Auszeit vom Pendleralltag und eine allgemein bessere Work-Life-Balance ermöglichen.

Ermutigen Sie Mitarbeitende, die mit dem Auto anreisen, falls möglich Fahrgemeinschaften zu gründen. Gesellschaft mindert die psychische Belastung und die Fahrerinnen und Fahrer können sich abwechseln. Auch wenn Sie Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel oder Benzingutscheine zur Verfügen stellen, werden Ihre Mitarbeitenden dies sicher zu schätzen wissen – und das stärkt das Verbundenheitsgefühl zum Betrieb.

Wer die Belange seiner Angestellten nicht beachtet, riskiert, dass deren Motivation und Produktivität auf Dauer erheblich abnehmen und davon haben beide Seiten wenig. Deshalb sollte jeder verantwortungsvolle Arbeitgeber es sich zur Aufgabe machen, Berufspendler so gut es geht zu entlasten und vor Belastungen durch Pendeln zu schützen.

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Gefährdungsbeurteilung: Psychische Belastung berücksichtigen

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, die mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen für die Beschäftigten zu ermitteln, zu beurteilen und geeignete Gegenmaßnahmen aufzuzeigen. Dabei sollten neben physischen Faktoren auch psychische Belastungsfaktoren Berücksichtigung finden. So fordert der Gesetzgeber explizit eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen.

Die Arbeitsschutz Software RISK-Project erleichtert Ihnen die Erstellung rechtssicherer Gefährdungsbeurteilungen deutlich. Das Programm führt Sie Schritt für Schritt durch die Anwendung und ist absolut intuitiv, so dass Sie die vollständige Gefährdungsbeurteilung nach nur wenigen Handgriffen in den Händen halten. Dokumentieren Sie diese rechtssicher direkt in der Software und aktualisieren Sie sie nach Bedarf mit ein paar Klicks.

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