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Was hilft bei Smartphonesucht am Arbeitsplatz?
Gesundheitsschutz

Was hilft bei Smartphonesucht am Arbeitsplatz?

Rund 57 Millionen Menschen in Deutschland besitzen ein Smartphone, Tendenz steigend. Für die meisten ist das Handy schon gar nicht mehr wegzudenken und so greifen viele Berufstätige auch am Arbeitsplatz immer wieder zum geliebten Smartphone, um es für private Zwecke zu nutzen. Teilweise nimmt dieses Verhalten beachtliche Ausmaße an, was sich negativ auf die Arbeitsproduktivität auswirkt. Was bei Smartphonesucht am Arbeitsplatz hilft, haben wir für Sie zusammengefasst.

Smartphones mindern die Leistungsfähigkeit

Haben Sie heute schon während der Arbeit auf Ihr Handy geschaut? Die meisten werden diese Frage wohl mit einem knappen „Ja“ beantworten müssen. Wissenschaftler der Universität Bonn haben herausgefunden, dass der durchschnittliche Handy-Nutzer 53 Mal am Tag auf sein Handy schaut und seine Arbeit dafür alle 18 Minuten unterbricht. Um produktiv arbeiten zu können, ist es jedoch wichtig, in einen Arbeitsfluss zu kommen. Dass dies nur schwer möglich ist, wenn man alle paar Minuten zum Smartphone greift, um „nur mal eben die Mails zu checken“ oder einen „schnellen Blick auf das Video zu erhaschen“, das der Sohn gerade per WhatsApp geschickt hat, leuchtet ein. Hinzu kommt, dass auch kurze Unterbrechungen die Arbeitszeit vermindern und so aus einem Acht-Stunden-Tag mal schnell nur sieben Stunden Arbeit werden. Auch um der Arbeit im Anschluss wieder volle Konzentration schenken zu können, braucht es Zeit. Eine Studie der Michigan State University belegt, dass schon eine Unterbrechung von drei Sekunden die Fehlerquote verdoppelt und die Leistungsfähigkeit des Gehirns erheblich vermindert.

Digitale Helfer

Für Unternehmer stellt sich aus diesem Grund immer häufiger die Frage, wie man dieser Entwicklung entgegenwirken und die Arbeitsleistung seiner Mitarbeiter dauerhaft verbessern kann. Paradoxerweise sind es wiederum Apps, die Abhilfe schaffen können. So gibt es spezielle Anwendungen, die aufzeichnen, wann und wie lange wir die verschiedenen Programme auf unserem Smartphone nutzen. Dieses  Tool führt vielen Nutzern oft erst vor Augen, wie viel Zeit sie tatsächlich an ihrem mobilen Endgerät verbringen. Und da Einsicht bekanntlich der erste Schritt zur Besserung ist, wird in der Folge stärker auf den Handykonsum geachtet und versucht, diesen einzuschränken. Wiederum andere Apps bieten die Möglichkeit, den Zugang zu bestimmten Apps und Websites zu blockieren. Welche Programme davon betroffen sein sollen und über welchen Zeitraum sich die Sperre erstrecken soll, legt der Nutzer selbst fest – ein effektives Mittel, mit dem es ganz leicht vermieden werden kann, nebenbei mal kurz Facebook, Instagram und Co. zu öffnen.

Wenn alles nichts hilft

Wird es einem Arbeitgeber irgendwann aber trotz allem zu bunt, kann er die Nutzung von Smartphones zu privaten Zwecken am Arbeitsplatz auch gänzlich verbieten. Beschäftigte müssen aber dennoch die Möglichkeit haben, ihr Handy zur Arbeit mitbringen zu dürfen, um dieses in den Pausen zu nutzen oder in Notfällen erreichbar zu sein. Sollten Beschäftigte trotz ausdrücklichen Verbots weiterhin auf ihr Smartphone zurückgreifen, um beispielsweise in den sozialen Netzwerken auf dem neuesten Stand zu bleiben, können diese eine Abmahnung und im schlimmsten Fall sogar die Kündigung eingereicht bekommen.

Obwohl Handy- und Internetsucht bislang keine anerkannten Krankheiten sind, sollte ein Unternehmer die Probleme seiner Angestellten ernst nehmen, wenn er bei einem von ihnen einen besorgniserregenden Smartphone-Konsum bemerkt. Eine Therapie kann hier sinnvoll sein, darf dem Arbeitnehmer aber niemals aufgezwungen werden. Eine präventive Maßnahme kann die Teilnahme an Seminaren sein, in denen die Teilnehmer lernen, dass ein bewusster Umgang mit dem Smartphone die Lebensqualität steigern kann.

Für mehr Informationen zu diesem Thema steht Ihnen unserer kompetenten Mitarbeiter gerne zur Verfügung! 

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